Unternehmen > Konferenz Medizintourismus

Konferenz "Einwerbung und Betreuung internationaler Patienten"

am 16. und 17. September 2009
an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg

Seit einigen Jahren beschäftigen sich Professoren und Mitarbeiter der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg mit dem Thema "Patienten aus dem Ausland". Die Erschließung dieser attraktiven Kundengruppen ist für viele Kliniken im In- und Ausland zu einem lukrativen Geschäftsfeld geworden. Die Hochschule versucht, einen Beitrag zur Weiterentwicklung dieses Marktes zu leisten und unterstützt in Forschung und Beratung Kliniken, Ministerien, Städte und Kommunen sowie Dienstleistungsunternehmen.

Zum zweiten Mal veranstaltete der Fachbereich Wirtschaftswissenschaften daher am 16. und 17. September 2009 eine Konferenz zum Thema "Medizintourismus". Rund 100 Teilnehmer aus Kliniken, Dienstleistungsunternehmen und Hochschulen waren erschienen.

Am ersten Tag schilderten Experten aus dem arabischen Raum welche Behandlungen arabische Patienten in Deutschland durchführen lassen, welche Regionen und Kliniken bevorzugt werden, wie man mit Kliniken in arabischen Staaten bei der grenzüberschreitenden Versorgung von Patienten und Ärzteaustausch kooperieren kann. Am Beispiel der Bonn Medical Partners zeigte Khaled Guizani wie auch regionale Netzwerke kleiner Kliniken und Arztpraxen im internationalen Geschäft erfolgreich sein können.

Die aktuellen Ergebnisse der nunmehr 4. Marktstudie "Internationale Patienten in deutschen Kliniken: Märkte - Leistungen - Perspektiven" stellte Jens Juszczak von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg vor. Die in diesem Geschäftsfeld aktiven Kliniken sind deutlich erfolgreicher als noch vor zwei Jahren. Gründe dafür sind die gezielte Erschließung neuer Märkte sowie ein professionelleres und vor allem langfristiges Marketing.

Zu diesen neuen Märkten zählen vor allem die GUS-Staaten. Der Generalkonsul der Russischen Förderation Fedor Wladimirowitsch Khorokhordin eröffnete die Konferenz mit einem Einblick über den russischen Gesundheitsmarkt und die Optionen russischer Patienten, sich in Deutschland behandeln zu lassen. Welche Angebote oder Serviceleistungen diese Patienten nachfragen und wie sich Kliniken auf diese Wünsche einstellen können, erläuterte Swjatoslaw Aksamitowski von den Knappschaftskrankenhäusern. Seine strategischen Empfehlungen für die Markterschließung ergänzte Florian Jäger von Viator Online, indem er die Schlüsselrolle des Internets bei der Patientenansprache darstellte. Wie man das im russischen Markt praktisch umsetzen kann und welche Probleme bei der Vermarktung auftreten können, waren zentrale Fragestellungen seines Vortrages.

Am zweiten Tag fanden vier kurze Seminare zu den Themen Umgang mit arabischen bzw. russischen Patienten Auslandsmarketing sowie Kosten- und Erlöscontrolling statt. Die Behandlung von Auslandspatienten ist im Vergleich zum deutschen Patienten in der Regel deutlich aufwendiger. Leonore Boscher vom Hamburger Universitätsklinikum zeigte, wie der strukturierte Prozessablauf aussieht, wo Kostentreiber entstehen und wie die anfallenden Kosten abgebildet werden können.


Die 3. Konferenz Medizintourismus findet am 13. September 2011 statt.

Prof. Dr. Bernd Ebel
Prof. Dr. Hans-Peter Bastian
Dipl.-Kfm. Jens Juszczak

Eindrücke von der Veranstaltung 2007

 

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